Genuss-Seminar mit Dipl.-Sommelière und Weinakademikerin Elisabeth Eder

28.06.2016

Gin & Tonic

Wir haben viele Schnapsideen im Kopf und eine solche Schnapsidee im Juffing ist natürlich ... der Gin Tonic, das Modegetränk schlechthin. Immer neue Varianten des Longdrink-Klassikers kommen auf den Markt, bei uns an der Bar haben wir mächtig aufgerüs- tet, und allerorten widmet man sich dem Klassiker, bei dem fast alles erlaubt ist. In Kufstein eröffnete unter der altehrwürdigen Festung der „Stollen“, laut Eigenwerbung findet man dort als Gast die größte Gin-Auswahl weltweit. „Mother’s Ruin“ wird Gin in England genannt und seit Neuestem auch in Thiersee gebrannt, von On- kel Hans höchstpersönlich. Mit seinen fast 80 Jahren wurde ihm langweilig und der Stollen in Kufstein brauchte dringend einen Gin aus der Gegend – also hat sich Onkel Hans an seinen Kupferkessel gewagt, diesen erhitzt, Kräuter und Wacholder hineinge- stopft und gewartet, was dabei herauskommt. Für alle Gin-Kenner im Hotel gilt: Der Berg-Gin von Onkel Hans ist der beste Sundowner weit und breit. Hans kann stundenlang über Wacholderschnaps phi- losophieren, über den sogenannten Filler, also das Tonic, redet er nie. Seine Frau Kathi und er trinken lieber pur, das Tonic ist ihnen zu bitter und ver- fälscht den puren Geschmack, meinen die beiden. „Sie liegen richtig, wenn Sie annehmen, ein Destillat würde ihre Sinne schärfen, es ist das Wesen großer Konzentration und Reinheit, die Wahrnehmung zu präzisieren, allerdings – das Trinken ist nur ein erster Schritt, Sie sollten es nicht dabei belassen.“ Aus dem Buch „Schnaps und andere gute Geister“ von Hans Kohler.

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Elisabeth Eder

Elisabeth Eder | Weinakademiker