Genuss-Seminar mit Dipl.-Sommelière und Weinakademikerin Elisabeth Eder

04.05.2016

Kinder der Traminers

Der Traminer ist eine der ältesten europäischen Sor- ten, die vermutlich schon bei den Römern als Vitis aminera verbreitet war. Der Name stammt wahr- scheinlich von Tramin in Südtirol, wo Weine seit dem 11. Jhd. unter diesem Namen dokumentiert sind. Je nach Beerenfarbe werden verschiedene Spielarten unterschieden, wie Roter Traminer, Gewürztraminer oder Gelber Traminer, und angebaut. Der Traminer ist eine Spezialsorte für hochreife Bukettweine und stellt hohe Ansprüche an Boden und Lage, ist in der Blüte empfindlich und erbringt meist einen niedrigen Ertrag, aber hohen Zuckergehalt in den Beeren. Die Säuren der Weine auf Traminer-Basis sind angenehm weich und erinnern in ihren Farben an die goldgelbe Farbe der Sonne. In ihrer Duftwelt sind sie rosig und in ihrem Geschmack tragen sie würzige Muskateller-, Zimt-, Honig- und Fruchtmerkmale. Nach neueren gentechnischen Untersuchungen stammen von Traminer und Schwarzriesling die Weine der Burgunderfamilie ab. Zur Burgunderfa- milie zählen Grauburgunder, Weißburgunder, Früh- burgunder, Spätburgunder, Chardonnay und Auxer- rois. Auch wird vermutet, dass der Grüne Veltliner vermutlich durch eine Kreuzung zwischen Traminer und der erst kürzlich in St. Georgen im Leithagebirge entdeckten Sorte mit der Bezeichnung „St. Georgen“ entstand. Wie auch immer: Wir freuen uns schon heute auf blühende Rosen, Litschi, Feige, Quitte, Ho- nig, Weihrauch, Rosinen, Marzipan, Veilchen, Orange und Maracuja.

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Elisabeth Eder

Elisabeth Eder | Weinakademiker