Winterwandern & -touren

Die Winternatur entdecken.

Der Winter in Hinterthiersee ist anders als in den bekannten Wintersportorten in Tirol. Er ist um ein Vielfaches ruhiger, beschaulicher und sanfter. Es geht mehr um Ruhe und Entspannung als anderswo und daher heißt es eher: dicke Winterjacke anziehen, Schal um den Hals wickeln, Handschuhe überstreifen - und ab nach draußen! Es gibt nichts Schöneres als einen langen Spaziergang, wenn es draußen schneit. Den Winter sanft erleben ist deshalb das Motto.

Ruhige Waldstrecken und panoramareiche Bergstrecken lassen das Winterwanderherz höher schlagen! Lassen Sie sich von der verschneiten und unberührten Winternatur verzaubern - glitzernde Schneekristalle, klare kalte Winterluft... Eine Wanderung durch die atemberaubende Naturkulisse des Thierseetals ist weit mehr ist, als durch kaltes Weiß zu stapfen.

Winterwandern

"Der Weg ist das Ziel" - treffender als das traditionelle Sprichwort kann man gar nicht beschreiben, was das Winterwandern so besonders macht. Den einen oder anderen Wanderweg kennen Sie sicher schon von Ihrem Sommerurlaub, Sie werden jedoch über die unzähligen, gut geräumten Winterwanderwege staunen. Hier die schönsten Winterwandertipps :

Thierseetal (von Hinterthiersee aus)

Kapellenberg Bichlhörndl - „Kreuz“ - Kranhof - Modal

Sie starten direkt hinter dem Hotel rechts den schmalen Weg entlang, biegen dann links in Richtung der beiden Bauernhöfe „Unter- und Oberbichl“ ab und wandern rechts Richtung Kapellenberg hinauf zum Fernsehturm. Oder Sie biegen bereits beim Unterbichl-Bauer links ab und kommen über den ganzen Sonnseithang entlang vorbei am „Moarhoaf“ zum Kreuz, das am Abend immer schön beleuchtet ist, vorbei am Hof „Obernd“ und wieder hinunter zum Schiestlbauer (dem Pferdchen einen Apfel mitnehmen) und nach 1 bis 1½ Stunden Gehzeit wieder zurück zum Hotel. Wer noch nicht genug hat, quert beim Schiestlbauer die Landesstraße und spaziert weiter die gut geräumte Forststraße hinauf bis knapp vor den Kranhof, weiter beim tollen Blick in die Glemmbachklamm links den Anstieg hinauf durch den Zauberwald traumhaft schön nach Modal und nach 2 ½ Stunden Gehzeit zurück nach Hinterthiersee.

Kranhof - Modal - Wieshof

Von der Ortsmitte gehen Sie 5 Minuten in Richtung Landl bis zum Schiestlhof. Dort links weiter auf dem gut geräumten Winterwanderweg bis kurz vor den Kranhof - dort können Sie eine wunderschöne Sicht auf die Glemmbachklamm genießen. Nach ca. 3 km (bei der Schlucht) führt hier eine Abzweigung links leicht bergwärts hinauf und dann durch einen Wintermärchenwald retour zu den Modalhöfen. Weiter geht es bergab über die bewirtschaftete Jausenstation Wieshof nach ca. 3 Stunden Gehzeit zurück nach Hinterthiersee.

Kranhof - Ebenwald

Es geht direkt vom Hotel Juffing los - weiter am Sägewerk vorbei - bis zum Gruberbauer am Ortsende, dort biegen Sie links ab die Forststraße in den Wald hinauf Richtung Kranhof - unterhalb des Kranhofs gehen Sie rechts entlang der Glemmbachklamm, die rechts des Weges steil abfällt, Richtung Ebenwald - auf dem Ebenwaldweg weiter bis nach Grub 9 (altes Jagdhaus). Die Strecke ist bis zum Jagdhaus bestens geräumt, fast eben zum Gehen. Die Gehzeit beträgt einfache 2 Stunden - teils im Wald, zumeist aber in der Sonne. Sehr schön und empfehlenswert für alle Winterwanderer!

Breitenau - Gschwendt - Thiersee

Der derzeit schönste Winterwanderweg: Gegenüber dem Ayuveda-Hotel „Sonnhof“ nehmen Sie rechts den Forstweg hinauf Richtung Breitenau. Nach dem Bauernhof halten Sie sich am Ende der herrlichen Bergwiese links, Richtung Mitterland (Gschwendt). Sie queren die Skipiste bei den Schneebergliften, nach der Jausenstation Gschwendt geht es weiter nach Hausern und hinunter zum ehemaligen Hotel Charlotte - rund um den See - auf dem Gemeindeweg wieder zurück. Oder Sie nehmen den Bus in Richtung Hinterthiersee. Die gesamte Strecke ist bestens geräumt, herrlich zum Gehen!

Hinterthierse - bis zum See und zurück

Um zum Thiersee zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder nehmen Sie das Auto oder Sie gehen zu Fuß. Mit dem Wagen sind Sie in 5 Minuten in Thiersee. Zu Fuß kann man den Gemeindeweg zwischen Thierseerhof und Juffing wählen, dann geht man ca. 10 Minuten Landstraße, beim Pfarrwirt geht’s dann wieder auf die Gemeindestraße zum See hinunter. Es gibt auch die Möglichkeit, über Breitenau, Gschwendt und Hausern zum See hinunter zu gehen. Das ist ein landschaftlich sehr schöner Weg und wenn man zum Heimgehen zu müde ist, gibt es auch noch einen Postbus, der Sie ins Hotel zurückbringt.

Schneeberg - Kala-Alm - Pendling

Um zum Thiersee zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder nehmen Sie das Auto oder Sie gehen zu Fuß. Mit dem Wagen sind Sie in 5 Minuten in Thiersee. Zu Fuß kann man den Gemeindeweg zwischen Thierseerhof und Juffing wählen, dann geht man ca. 10 Minuten Landstraße, beim Pfarrwirt geht’s dann wieder auf die Gemeindestraße zum See hinunter. Es gibt auch die Möglichkeit, über Breitenau, Gschwendt und Hausern zum See hinunter zu gehen. Das ist ein landschaftlich sehr schöner Weg und wenn man zum Heimgehen zu müde ist, gibt es auch noch einen Postbus, der Sie ins Hotel zurückbringt.

Thierseetal (von Landl aus)

Winterspaziergang in Landl

Mit dem Wagen fahren Sie nach Landl. Vom Gasthof Postwirt aus gehen Sie auf einer schmalen Forststraße dort rechts vorbei an dem stattlichen Hof „Ascherwies“. Auf dem Forstweg geht´s hinunter zum Ascherdörfl. Der Weg führt Sie an der Straße entlang Richtung Landl bis zur Kreuzung Hinterthiersee. Hier wandern Sie bis zum Liftstüberl Glarch und biegen rechts ab, um wieder retour zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Glemmtal

Mit dem Wagen fahren Sie nach Landl. Vom Ortszentrum aus queren Sie die Landesstraße zum Schwimmbad Landl. Der Spazierweg führt Sie hier weiter oberhalb des Schwimmbades zu dem Bauernhof Glarch der direkt am alten Skilift liegt. Weiter dem Bach entlang bis ins Glemmbachtal hinein, soweit sie Lust haben. Auf demselben Weg geht es wieder retour (Gehzeit ca. 2 Stunden).

Trockenbachalm

Vom Hotel aus erreichen Sie nach ca. 15 Minuten Fahrzeit (abbiegen links Richtung Landl, durch den Ort durch, an Auffahrt zu Ackernalm vorbei) den beschilderten Parkplatz bei der Ursprungsbrücke kurz vor der Deutschen Grenze. Von hier aus gehen Sie entspannt ca. 1 ¼ bis 1 ½ Stunden auf einer schönen Schotterstraße zur Mariandlalm auf 1.220 m hinauf. Der Weg zur Trockenbachalm ist gut begehbar, die Alm liegt herrlich in der Sonne. Nutzen Sie die Gelegenheit für eine Talfahrt mit der Rodel, die müssen Sie hier allerdings selber mitbringen. (In der Garage stehen hauseigene Rodeln kostenlos für Sie bereit!). Vielleicht entdecken Sie bei dieser Wanderung auch Gemsen, die in dieser Region beheimatet sind.

Herrliche Winterwanderung zur Ackernalm

Durch den tiefverschneiten Wald können Sie derzeit die Straße zur Ackernalm bewältigen. Die höchstgelegene Käserei Tirols ist im Sommer auf einer Mautstraße zu erreichen. Mit dem Wagen fahren Sie nach Landl und dann Richtung Bayrischzell. Kurz nach der Wachtbrücke zweigt links die Mautstraße ab. Am Ausgangspunkt bei der Mautstation stehen einige Parkplätze zur Verfügung. Bei toller Schneelage bietet sich dieser Weg auch perfekt für eine romantische Schneeschuhwanderung an. Etwa auf halber Wegstrecke verlassen Sie die Straße und wandern auf dem sogenannten „Winterweg“ weiter (dieser ist auch ausgeschildert). Am Ziel in 1.330 m Seehöhe erwarten Sie eine Bilderbuchlandschaft und verschneite Almhütten.

Kufstein und Umgebung

Innpromenade Kufstein

Zu einem gemütlichen Spaziergang lädt zu jeder Jahreszeit die Innpromenade in Kufstein ein. Parken können Sie in Kufstein am „Fischergries“. Von dort kommen Sie direkt auf die Promenade. Wenn Sie sich rechts halten kommen Sie nach Eichelwang und weiter nach Ebbs. Halten Sie sich nach dem Einstieg links wandern Sie vorbei an der Altstadt von Kufstein, vorbei am Auracher Löchl Richtung Kufstein Endach, Langkampfen und Kirchbichl. Der Weg am Inn führt durch das Inntal bis Innsbruck, Sie bestimmen die Dauer Ihres Spazierganges. Dieser Weg ist zumeist schnee- und eisfrei!

Schneerosenweg - Frühlingswanderung im Elfenhain

Eine leichte, besonders im Frühjahr nach der Schneeschmelze landschaftlich reizvolle Tour auf den Stadtberg bei Kufstein mit herrlichen Aussichtspunkten. Vom Kaiseraufstieg über die Theaterhütte zur Dux und dann über den Schneerosenweg (am besten im April -> Schneerosen) zum Aschenbrenner, von dort dann über den Aschenbrenner Weg hinunter zum alten Kaiserlift. (Länge der Route ca. 12 km)

Kaisertal - auch im Winter immer eine Wanderung wer

Vom Hotel aus erreichen Sie nach ca. 15 Minuten Fahrzeit (abbiegen links Richtung Landl, durch den Ort durch, an Auffahrt zu Ackernalm vorbei) den beschilderten Parkplatz bei der Ursprungsbrücke kurz vor der Deutschen Grenze. Von hier aus gehen Sie entspannt ca. 1 ¼ bis 1 ½ Stunden auf einer schönen Schotterstraße zur Mariandlalm auf 1.220 m hinauf. Der Weg zur Trockenbachalm ist gut begehbar, die Alm liegt herrlich in der Sonne. Nutzen Sie die Gelegenheit für eine Talfahrt mit der Rodel, die müssen Sie hier allerdings selber mitbringen. (In der Garage stehen hauseigene Rodeln kostenlos für Sie bereit!). Vielleicht entdecken Sie bei dieser Wanderung auch Gemsen, die in dieser Region beheimatet sind.

Herrliche Winterwanderung zur Ackernalm

Das romantische Kaisertal trennt den Höhenzug Wilder Kaiser von seinem „zahmen“ Nachbarn und endet unterhalb des Stripsenjochs (1.577 m). Der Zugang erfolgt über die Sparchenstiege (ein mühsamer Treppenaufstieg, welcher am Ortsrand von Kufstein beginnt) - hier gibt es einen wunderbaren Ausblick zur Festung Kufstein von der so genannten Neapelbank. Schnell ist (nach dem Pfandlhof) die sehenswerte Antoniuskapelle auf dem mittleren Weg erreicht und die spektakulären Nordwände des Wilden Kaisers rücken immer mehr ins Blickfeld. Der untere Fahrweg folgt stattdessen direkt dem Kaiserbach entgegen der Fließrichtung und leitet problemlos zum Anton-Karg-Haus (829 m) bzw. Hans-Berger-Haus (936 m) im Talschluss. Eine Wanderung ins Kaisertal ist sehr lohnend - nicht ohne Grund gehören u.a. die Aussichten bei der Antoniuskapelle bzw. beim Hinterkaiser zu beliebten Motiven vieler bekannter Maler. Ausgangspunkt ist in Kufstein-Eichelwang, hier steht Ihnen ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung.

Ebbs - Auf dem Nikolausweg

Dieser Rundweg in Ebbs ist ganzjährig begehbar. In Ebbs, das Sie mit dem Wagen über Kufstein in 20 Minuten erreichen, finden Sie in der Nähe der Kirche Parkmöglichkeiten. Direkt neben dem „Dom zu Ebbs“ führt der asphaltierte Weg nach St. Nikolaus - auf dem weithin sichtbaren Buchberg gelegen. Ohne Orientierungsprobleme kommen Sie an jenen Ort, wo im Jahre 1174 die Ebbser Burg stand und als Burgkapelle diente. Die heutige Kirche mit ihrem markanten 38 Meter hohen Turm wurde um 1490 errichtet. Weiter geht’s danach in Richtung Ledererwirt. An der Kreuzung davor steigen Sie auf den Talboden ab und wandern vorbei am Raritätenzoo - den Zahmen Kaiser und St. Nikolaus stets im Blickwinkel- zurück nach Ebbs. Der Nikolausrundweg ist etwa 6,5 km lang, für die Begehung sind rund zwei Stunden einzuplanen.

Kramsach - Berglsteinersee

In Kramsach setzt man im Winter die Mütze auf und wandert zu einem vortrefflichen Haubenlokal, dem Wirtshaus Berglsteiner See. Wer mit dem Auto nach Kramsach kommt, folgt am besten den Schildern mit der Aufschrift „Zu den Seen“. Gegenüber dem Reintalersee befindet sich ein großer Gratisparkplatz, bei dem die Wanderung beginnt. Der Aufstieg führt durch den Wald und wird nie besonders steil. In knapp 30 Minuten sind Sie am See und können diesen noch mit einem romantischen Spaziergang umrunden. Am zugefrorenen See kann man Eis laufen und auf dem Rückweg finden die Rodler ihren Spaß. Der Weg hinunter vom Berglsteiner See ist zwar keine offizielle Rodelbahn, aber Rodler sind hier immer willkommen. Der Wirt des Haubenlokals am westlichen Seeufer verleiht an seine Gäste für den nächtlichen Rodelspaß sogar Taschenlampen, die man in einem Korb am Parkplatz deponiert.

Wilder Kaiser

Von Söll aus kommen Sie mit der Gondelbahn direkt auf die Hohe Salve, den höchsten Punkt der Schiwelt. Bei schönem Wetter haben Sie dort einen tollen Rundumblick auf die Bergwelt. Wenn Sie die Zahnradbahn in Ellmau nutzen, haben Sie am Berg die Möglichkeit den Winterwanderweg zu erwandern. Von Brixen im Thale aus kommen Sie direkt zum AlpenIiglu Dorf, einem Dorf aus riesigen Schneebauten.

Die Kunst des Fährtenlesens

Erlernen Sie die Kunst des Fährtenlesens: Spuren im Schnee - aber von wem? Kennen Sie Begriffe wie Trittsiegel, Fährte und Spur, Ziehen, Trollen und Flüchten, Schnüren, Hoppeln oder Nageln? Dann wird’s Zeit mit uns mal durch den Modalwald zu wandern...

Winterkarte

Schneeschuhwandern

Sie lieben in Ihrem Winterurlaub die Stille und Abgeschiedenheit der Natur? Dann sind Sie beim Schneeschuhwandern genau richtig! Denn die leichten Schneeschuhe liegen im Trend - und getreu dem Motto „Draufstellen und losgehen“ benötigen Sie keine Einlernzeit! Schneeschuhe gibt es im Ort zum Ausleihen:

Geführte Wanderungen

Bei geführten Touren stapfen Sie bergwärts über sonnenbeglänzte Hänge durch glitzernden Schnee. Wer gerne mehr über die Natur erfahren möchte bzw. sich besonders sicher im Gelände bewegen möchte, lässt sich von den ausgebildeten Berg- und Wanderführern begleiten:

Skitouren-Dorado

… oder wie wär‘s mit Winterwandern mit den Skiern?

Auch mit den Skiern kann man wandern bzw. bergsteigen - die stetig steigende Zahl der begeisterten Skitourengeher bestätigt dies gerne. Keine langen Warteschlangen am Lift, kein Gedränge, keine Menschenmassen, sich sportlich herausfordern und doch die Stille in unberührter Natur genießen.

Für den besonders naturnahen Sport ist das Thierseetal wie geschaffen: Es bietet zahlreiche wunderschöne Tourenmöglichkeiten:

Veitsberg (1787 m)

Der Veitsberg bietet als südlicher Vorposten der Bayerischen Voralpen eine beeindruckende Aussicht. Das wird einem schon beim sonnenverwöhnten Anstieg über den Gipfelhang klar. Die Skitour ist unschwierig und führt zur Hälfte über eine Forststraße und zum anderen über freies Gelände sowie einen Latschenkamm.

Tourensteckbrief Veitsberg

Anfahrt: Mit dem Auto nach Landl, dort beim Gasthaus Post (Hinweisschild zum Gasthaus Wastler) biegt man links (nach Süden) ab und fährt Richtung Riedenberg; eine Abzweigung zu Beginn lässt man links liegen. Nach 3,8 km (beim gelben Wegweiser in der Wiese neben der Straße), biegt man rechts in eine Sandstraße ein und fährt zum Parkplatz am Waldrand.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz „Fürschlacht“ (992 m) kurz vor Riedenberg bei Landl (Thierseetal).

Route: Vom Parkplatz an der Schranke vorbei, dann nimmt man den rechten, nach Norden führenden Weg zur Veitsbergalm (ausgeschildert). Eine Abzweigung zur Ackernalm lässt man rechts liegen und folgt dem Weg in einer Linkskurve nach Westen. Am einfachsten und bequemsten ist es der Forststraße über zwei Kehren bis zur Veitsbergalm zu folgen. Ortskundige können auch abkürzen und in der ersten Kehre noch ein Stück geradeaus taleinwärts wandern, um dann durch lichten Wald über die rechte Hangseite (also nach Norden) aufzusteigen. Bei der Veitsbergalm (1270 m) erreicht man freies Gelände. An der unteren Hütte vorbei und die westliche Grundrichtung beibehaltend über die Rampe links des Bachgrabens empor. Das Tälchen dreht etwas nach rechts ab. Bevor es schmal wird und aufsteilt, verlässt man es nach rechts und steigt anschließend durch lichten Wald nach Norden in freies Gelände an. (Alternativ wird auch von der oberen Hütte der Veitsbergalm auf dem Sommerweg etwas steiler über den Hang gequert und durch lichten Wald angestiegen.) Im freien Gelände hält man sich dann rechts und steigt über einen ideal geneigten, kaum ausgeprägten Rücken im Hang empor bis zum Grat. Hier links (Westen), entlang des Latschengrates zum Gipfel.

Abfahrt: Wie Aufstieg. Allerdings kann man die Forststraße im unteren Bereich bei hoher Schneelage an lichten Stellen des Waldes gut abkürzen. Eine sehr steile, lawinengefährdete Alternative findet man östlich des erwähnten sanften Rückens. Hier findet man eine sehr steile, breite Schneise direkt hinunter zur Veitsbergalm.

Alternative: Vom Veitsberg kann man dem Kamm weiter durch eine Senke nach Westen zum Frechjoch (1788 m) folgen.

Charakter / Schwierigkeit: Technisch unschwierige, eher ruhige Skitour mit Steilstellen nur knapp über 30 Grad. Durch die südseitige Exposition verdirbt der Schnee am schönen Gipfelhang relativ schnell. Die Tour ist daher vor allem bei Neuschnee oder Firn zu empfehlen. Für den Gipfelgrat ist hohe Schneelage erforderlich, da der Kamm sehr dicht von hohen Latschen bewachsen ist und bei zu wenig Schnee vor allem das Abfahren in diesem Bereich mühsam, wenn nicht gar gefährlich sein kann - Achtung - Hohlräume! Der Berg bietet eine tolle Aussicht nach Süden und zum Hinteren Sonnwendjoch. Auch ideal als Schneeschuhtour.

Lawinengefahr: Gering bis mittel (jedoch nur bei idealer Spurwahl!)

Exposition: Süd

Aufstiegszeit: 2 bis 2,5 Stunden

Tourdaten: 800 Höhenmeter; Distanz: 4,5 km

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Nach der Tour lohnt es sich das kurze Stück zum Weiler Riedenberg zu fahren und die Ruhe beim Gasthof Wastler zu genießen.

Trainsjoch (1707 m) - Semmelkopf (1558 m)

Diese Voralpentour verlangt hohe Schneelage (wegen der Waldpassagen) und dennoch lawinensichere Verhältnisse. Sie bietet, vor allem bei Pulver, höchsten Abfahrtsgenuss über den schönen Gipfelhang und die steilen Waldschneisen. Die Aussicht auf das Inntal und das Kaisergebirge ist grandios.

Tourensteckbrief Trainsjoch

Anfahrt: Mit dem Auto via Landl Richtung Bayrischzell bis zur Mündung des Trockenbachtales (rechts der Straße/Wegweiser) am Ursprung (rd. 800 Meter vor der Grenze nach Bayern).

Ausgangspunkt: Ursprung (830 m), kleiner Parkplatz links der Straße gegenüber der Ausmündung des Trockenbachtales. Schilderbaum „Trainsjoch / Trockenbachalm“.

Route: Auf dem Forstweg links der Straße (im Winter Rodelbahn) entlang des scharf eingeschnittenen Bachtales Richtung Osten. Man überquert den Bach über eine Brücke und gelangt an eine Kehre. Jetzt kann man in gleicher Richtung den Weg abschneiden und sich damit eine weitere Kehre sparen. Oder man bleibt auf der Forststraße und gelangt so zur Unteren Trockenbachalm (1075 m). Jetzt genau Richtung Osten. Man bleibt dabei immer rechts des engen Grabens, also ein gutes Stück oberhalb in den Ausläufern der steilen Nordwesthänge. So quert man, mit einigen Spitzkehren dazwischen, durch lichten Wald. Man trifft auf eine Lichtung und folgt dem freien Hang nach rechts (Südosten) empor. Dann erreicht man den breiten Sattel zwischen Trainsjoch (links) und Semmelkopf (rechts; letzterer wird auch Ascherjoch genannt). Ein fantastischer Aussichtspunkt ist nun schon erstiegen, der zu einer kleinen Rast einlädt. Jetzt nach links (Nord) und über die südseitige Mulde hinauf, die in den Gipfelrücken mündet. Jetzt wird es etwas steiler; eine vorgelagerte Schulter wird in der Regel rechts umgangen (manchmal auch recht steil überstiegen), doch dann hat man nur noch wenige einfach Meter hinauf zum Gipfelkreuz.

Abfahrt:
1. Die Abfahrt über den Anstiegsweg ist möglich, aber es gibt eine schönere Alternative.

2. Man fährt entlang der Anstiegsroute bis in den Sattel ab, dann steigt man in etwa 15 Minuten Richtung Süden zum Semmelkopf auf. Jetzt direkt über den steilen Nordwesthang durch lichten Wald hinunter. Oder man fährt erst noch weiter Richtung Westen in einen Sattel und von hier nach Nordwesten durch Lichtungen ab. Bei der Trockenbachalm treffen alle Möglichkeiten wieder zusammen.

3. Eine lohnende Ergänzung ist es auch, vom Sattel ca. 200 Hm nach Osten zur Trainsalm abzufahren und dann wieder aufzusteigen.

Charakter / Schwierigkeit: Insgesamt eher leichte Voralpentour, die hohe Schneelage (wegen der Waldpassagen) und dennoch lawinensichere Verhältnisse verlangt. Sie bietet, vor allem bei Pulver, höchsten Abfahrtsgenuss über den schönen Gipfelhang und die steilen Waldschneisen. Die Aussicht auf das Inntal und das Kaisergebirge muss als grandios bezeichnet werden.

Lawinengefahr: Mittel (vor allem nach größeren Neuschneefällen und starker Erwärmung heißt es aufpassen!)

Exposition: Süd, Nordwest

Aufstiegszeit: 2,5 bis 3 Stunden

Tourdaten: 900 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März

Stützpunkt: Direkt an dieser Route keiner. Doch mit einem kleinen Zusatzanstieg von etwa einer Viertelstunde kann man die Obere Trockenbachalm (1200 m, auch Mariandlalm genannt) erreichen. Man folgt dazu in etwa dem Almweg (Rodelstrecke) von der Unteren Trockenbachalm bis zur privat bewirtschafteten Hütte. Ganzjährig geöffnet, Übernachtung möglich, Telefon Hütte: 0043 / 664 / 350 44 17; Telefon Tal: 0043/5376/5598.
Hinweis: Christine, die Wirtin, freut sich über den Besuch von Skitourengehern auf der Hütte!

Hinteres Sonnwendjoch (1986 m)

Die Skitour auf den höchsten und wohl auch aussichtsreichsten Gipfel der Bayerischen Voralpen ist mit einem langen Anstieg über die im Winter gesperrte Mautstraße zur Ackernalm verbunden. Dann wird es richtig spannend: besonders die Passage durch den Schnittlauchgraben ist landschaftlich wirklich beeindruckend.

Tourensteckbrief Hinteres Sonnwendjoch

Anfahrt: Mit dem Auto nach Landl und dann Richtung Bayrischzell. Direkt nach dem Ort in der langen Rechtskurve findet man auf der linken Straßenseite die Abzweigung zur Ackernalm mit Mauthäusl und Schranke. Hier gibt es nur beschränkte Parkmöglichkeiten; eine Parkinsel findet man ein Stück danach rechts der Straße.

Ausgangspunkt: Mauthäusl (760 m) bei der Abzweigung zur Ackernalm

Route: Auf der im Winter gesperrten, jedoch meist bis zur Stallenalm (954 m) geräumten Mautstraße wandert man taleinwärts. Etwa 1,2 km nach der Stallenalm findet man rechts eine beschilderte Abzweigung (ca. 1060 m) zum Sonnwendjoch und zur Wildenkaralm. Entlang des Sommerweges schräg nach links (Nordwesten) in den Wald und auf der nun deutlichen Wegtrasse über Kehren empor; dann quert der kleine Steig unter einem auffallenden Felsriegel hindurch nach Osten, macht eine Kehre, und führt oberhalb in die entgegengesetzte Richtung. Der Steig dreht nach Norden ein und über eine steil abfallende, etwas hakelige Querung erreicht man das freie Gelände der Wildenkaralm. Nun dreht die Route nach Westen ein. Dazu gibt es mehrere richtige Varianten. So kann man zum Beispiel gleich auf der ersten Almstraße ganz bequem mit leichtem Höhenverlust den Bachgraben nach links überwinden, um dann auf einem steilen Rücken nach Westen hinaufzusteigen. Alternativ kann man die erste Almstraße auch überqueren, um etwas höher nach links einzudrehen (jedoch nicht bis zu den oberen Hütten aufsteigen, dann ist man zu hoch!). So oder so geht es nun direkt nach Westen flach in den sog. Schnittlauchgraben und durch die Wanne bis zum überwechteten Sattel zwischen Burgstein und Sonnwendjoch. Den Sattel erklimmt man in der Regel wegen der Wechten am linken Rand. Nun nicht direkt auf den Gipfel zu, sondern quer nach Nordwesten zum Grat links des Gipfels. Entlang des Kammes unschwierig nach Osten zum höchsten Punkt.

Abfahrt:
1. Zuerst wie beim Aufstieg durch den Schnittlauchgraben und weiter nach Osten hinunter bis man auf die Almstraße zur Wildenkaralm trifft. Auf ihr nach rechts (Süden, später Südwesten) zur Mautstraße. Auf ihr zurück zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man auch am Ende des Schnittlauchgrabens, wenn dieser auf ca. 1430 m in flaches Gelände ausläuft, schräg nach rechts einige Schritte hochsteigen, und hier in umgekehrter Richtung (nach Südwesten) über eine steile Stufe mit Seilgeländer in eine herrliche, breite Mulde absteigen. Über den schönen Hang nach Osten bis zur Almstraße und hier wie beschrieben nach rechts.

2. Hervorragende Skifahrer können bei absolut sicheren Verhältnissen auch die extrem steile Nordabfahrt machen. Ca. 100 m westlich des Gipfels fährt man dazu in eine oben gut 45 Grad steile Rinne ein und über sie zur Grundalm. Durch das Klooaschertal erreicht man dann die Straße beim Gasthaus Zipfelwirt (ca. 5 km nördlich des Ausgangspunktes!)

Alternative: Etwas weiter, jedoch bequemer, kann man auch über die Almstraße zur Wildenkaralm aufsteigen. Diese Variante empfiehlt sich auch bei geringer Schneelage. Siehe Abfahrt.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour mit kurzen Steilpassagen und einer nicht zu unterschätzenden Gesamtlänge. Um in den landschaftlich sehr reizvollen Bereich der eher ruhigen Tour vorzudringend, bedarf es eines über 3 km langen Anmarsches auf der Mautstraße. Dafür bietet der Schnittlauchgraben eine beeindruckende Szenerie, und die Gipfelschau gehört zur Allerfeinsten in den Bayerischen Voralpen. Skifahrerisch ist das Gelände vom Gipfel bis zur Wildenkaralm wirklich lohnend.

Lawinengefahr: mittel

Exposition: Süd, Ost

Aufstiegszeit: 4 Stunden

Tourdaten: 1230 Höhenmeter; Distanz ca. 7,5 km

Beste Jahreszeit: Frühwinter bis Mitte März

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Winter Wandern

Schnee nehmen, wie er ist

Die Menschen in Hinterthiersee bekommen Schnee meist zu Gesicht, noch bevor er im Inntal zu Boden sinkt, residieren sie doch 400 Meter höher als die Talorte, auf einem aussichtsreichen Sattel.

Eine Schneehöhe von dreißig bis siebzig Zentimetern sehen sie als Durchschnitt an. Es kommt aber auch vor, dass nur eine dünne Schneedecke – und die nicht lückenlos – die Hochweiden bedeckt. Der Winter zeigt trotzdem seine schönen Seiten – in fein ziselierten Eiskristallen, die Moospolster überziehen, in weißem Dunst, der sich in den Fichten niederlässt und die Horizonte der verschiedenen Waldkämme wie schräge Schuppenlagen zeichnet.

Besonders mystisch wirkt feiner Schneestaub auf hohen baumfreien Almmatten, der sich mit jedem Windstoß neu ordnet. Auch wenn vom letzten Schneefall nur mehr flache Inseln bleiben, zwischen denen dünne Wasseradern nagen und erstes Grün freilegen, zeigt der Winter seinen Reiz. „In Sachen Schnee bleiben wir schön bei der Wahrheit“, hört man bei uns im Hotel.

Der Winter liefert tausenderlei schöne Ansichten und Urlaubsaussichten, auch wenn der Schnee nur spärlich fallen sollte.

Thiersee Panorama im Winter
Aktivitäten Skifahren & Snowboarden
Winterwandern