Hubert Filser

Dienstag, 6. Februar 2018

Der Wissenschaftsjournalist Hubert Filser geht in seinem Buch „Menschen brauchen Monster" der Frage nach, ob es eine Verbindung zwischen 40.000 Jahre alten Monsterzeichnungen an Höhlenwänden und den Zombies der heutigen Zeit gibt.

Für Filser, der ein erzählerisches Sachbuch schreibt, sind Monster universelle Begleiter der Menschheitsgeschichte, Seismographen der Angst und Grenzwächter am Rande der realen Welt. Monster bevölkern die Weltliteratur und so zeichnet Filser eine Monster-Evolution von Homers Odyssee über das Seeungeheuer Skylla oder die ins Verderben lockenden Sirenen. Monster warnen vor drohenden Gefahren und verkörpern pure Angst. Das japanische Filmmonster Godzilla ist ein Sinnbild für die Atombombenabwürfe und Aliens zeigen, dass Monster der Mode unterworfen sind. Angst vor Klimawandel oder Pandemien, Manipulationen am Erbgut oder Künstliche Intelligenz erzeugen ständig neue Monster-Geschichten für eine moderne Angstgesellschaft. Im Aufzeigen und Auseinanderklauben der alten und neuen Monster-Mechanismen liegt für uns der Sinn des Buchs: Menschen brauchen Monster, um den eigenen Ängsten eine Gestalt zu geben und sie so beherrschbar zu machen.

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Hubert Filser

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