Lesung Martin Kolozs

Freitag, 14. November 2014

Mit Martin Kolozs schließt sich der Literarische Kalender 2014 und hätten wir nicht die Termine für 2015 unter Dach und Fach, wäre es ein wehmütiger Abschiedsabend geworden. Kolozs ist ein großer und begeisterter Geschichtenerzähler. In seiner Erzählbreite liegt seine ganz große Stärke. Wir hätten ihm die ganze lange November-Nacht zuhören können, es war keine Sekunde fad oder schwach und wir wollten ungern zu Bett gehen. Er erinnert an Amerikanische Erzähler und ist pragmatisch in seinen äußerst knappen Botschaften: „Die Flucht nach vorne ist kein Davonlaufen, sondern der Versuch, auf dem bestimmten Weg weiterzukommen“. Martin Kolozs liest sich leicht und flüssig, ist aber bei aller Unterhaltsamkeit komplex und geistreich angelegt. Seine Erzählkraft hat uns zum Abschluss unseres Literarischen Kalenders begeistert.

Darüberhinaus stellt Kolozs nicht nur in seiner Prosa klar, was Sache ist. Auch in seinen Lyrikbänden überzeugt er bei aller Eleganz im Schreiben mit seiner Nüchternheit: „Ich kann dich nicht küssen / wenn du aus dem Mund / nach Zwiebeln riechst // Nicht mit dir zusammen liegen / wenn du schwitzt // Die Liebe ist ein reines Gefühl.“ (11) (aus seinem Gedichtband: Ich glaube nicht an die große Liebe). Es geht aber auch anders, wenn er sich über „mein Meinesgleichen“ verliert. Es war ein gelungener Abschied, der Lust auf Neues macht. Wir freuen uns auf die nächsten Lesungen im kommenden Jahr!

Schnappschüsse

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Kolosz Martin im Juffing

Lebenslauf

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