Theresia Enzensberger

Dienstag, 16. Oktober 2018

Theresia Enzensberger ist Journalistin und verlegt seit vier Jahren ihr eigenes Magazin. „Block“ heißt das junge Literaturmagazin mit Essays, Reportagen und Texten, das 2014 mit dem Medienpreis Lead Award ausgezeichnet wurde.

Mit „Blaupause“ verfasst Theresia Enzensberger ihren Debütroman, in dem die junge Luise Schilling in den Zwanzigerjahren versucht, sich am Bauhaus in Weimar als Architekturstudentin Respekt in der von Männern dominierten Kunstwelt zu verschaffen. Eine der Ideen, die in dem Roman eine Rolle spielen, ist, dass es auch an Orten, an denen es augenscheinlich die absolute Gleichberechtigung gibt, manchmal nicht so weit her damit ist. Ausgerechnet im Milieu der Bauhaus-Avantgarde um Walter Gropius , Wassily Kandinsky, Paul Klee und Johannes Itten erträgt die Protagonistin Macht und Sexismus allein um der Anerkennung willen. Weil sich Luise so sehr nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft sehnt, zieht sich der Weg zu Emanzipation und Loslösung in die Länge.

Besonders am Herzen liegt der Autorin die Beschreibung der Weimarer Republik und die politische Idee hinter dem Bauhaus. Die Sprache des Buches ist funktional und eigensinnig, avantgardistisch und modern. Wie könnte das Buch sonst der Bauhaus-Sachlichkeit entsprechen? „Blaupause“ hat einen doppelten Boden, den man erst auf den zweiten Blick erkennt, und das ähnelt ja auch dem guten alten Blaupapier. Danke für einen vielschichtigen Abend!

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Theresia Enzensberger

Lebenslauf

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