Kaum jemand kennt die wohltuende Wirkung des Waldes so gut wie unsere Waldbade-Begleiterin Manuela – im Interview erzählt sie, was Waldbaden so besonders macht und warum die Natur uns so guttut.
- Waldbaden (japanisch: Shinrin-Yoku) bedeutet bewusstes, langsames Erleben des Waldes mit allen Sinnen – kein Wandern, kein Sport
- Dauer: knapp 2 Stunden, meist am Vormittag
- Keine besondere Fitness oder Vorerfahrung nötig – geeignet für jedes Alter
- Wirkt laut Forschung positiv auf Immunsystem, Puls und Blutdruck (siehe Quellenhinweis im Artikel)
- Fester Bestandteil unseres Besinnen-Beginnen-Programms
- Passt ideal zur kühlen Bergfrische einer Coolcation im Thierseetal
Wir haben mit Manuela über Shinrin-Yoku, den Coolcation-Trend und darüber gesprochen, warum ein Waldbad eigentlich jeder einmal ausprobieren sollte.

Liebe Manuela, für alle, die den Begriff noch nicht kennen: Was genau ist Waldbaden eigentlich?
Waldbaden – auf Japanisch „Shinrin-Yoku" – bedeutet wörtlich übersetzt „Baden in Waldluft". Es geht nicht ums Wandern oder Sport, sondern darum, mit allen Sinnen bewusst im Wald zu sein. Wir gehen sehr langsam, bleiben immer wieder stehen, spüren die Rinde eines Baumes, hören dem Wind in den Blättern zu, riechen den feuchten Waldboden. Es ist eine Einladung, den Wald nicht nur zu durchqueren, sondern ihn wirklich wahrzunehmen.
Warum passt Waldbaden deiner Meinung nach so gut zum Coolcation-Gedanken?
Sehr gut, würde ich sagen! Bei einer Coolcation geht es ja genau darum, der Hitze zu entkommen und Orte zu finden, an denen man sich wohlfühlt, ohne zu leiden. Unsere Wälder hier im Thierseetal sind dafür ideal: Unter dem dichten Blätterdach ist es selbst an heißen Sommertagen spürbar kühler als in der Sonne, und die Luft fühlt sich frischer und feuchter an. Man kommt aus dem Wald und hat das Gefühl, als hätte man gerade eine kleine natürliche Klimaanlage genossen – nur eben ganz ohne Technik.

Was macht ein Waldbad denn körperlich und mental mit uns?
Da gibt es tatsächlich einiges. Ätherische Öle, die Bäume abgeben – man nennt sie Terpene – wirken sich nachweislich positiv auf unser Immunsystem aus. Der Puls beruhigt sich, der Blutdruck sinkt, und viele Gäste berichten, dass sie nach einem Waldbad tiefer und ruhiger schlafen. Mental passiert oft noch mehr: Wir sind es gewohnt, ständig erreichbar zu sein, viele Reize gleichzeitig zu verarbeiten. Im Wald, bei bewusster Langsamkeit, kommt der Kopf einfach zur Ruhe. Viele Gäste sagen mir hinterher, sie fühlten sich „wie neu kalibriert“.
Die positive Wirkung von Waldaufenthalten auf Immunsystem (u. a. NK-Zell-Aktivität), Puls und Blutdruck ist wissenschaftlich untersucht, u. a. in der Forschung von Dr. Qing Li (Nippon Medical School) zu Shinrin-Yoku/Forest Medicine.
Für wen eignet sich Waldbaden – braucht man dafür besondere Fitness oder Vorerfahrung?
Überhaupt nicht, und das ist mir wichtig zu betonen. Es ist kein Fitnessprogramm, sondern das Gegenteil davon, eine bewusste Entschleunigung. Deshalb kann wirklich jeder mitmachen, unabhängig von Alter oder körperlicher Verfassung. Man braucht nur die Bereitschaft, das Handy für nicht ganz 2 Stunden wegzulegen.

Warum sollte jeder einmal ein Waldbad ausprobieren?
Weil wir es verlernt haben, einfach da zu sein, ohne ein Ziel zu haben. Ein Waldbad zeigt einem, wie viel Kraft und Ruhe in der Natur steckt, wenn man ihr wirklich Aufmerksamkeit schenkt. Gerade im Sommer, wenn die Hitze in der Stadt oder im Süden viele Menschen erschöpft, ist der kühle, schattige Wald ein Geschenk. Ich erlebe es fast jede Woche, wie Gäste nach dem Waldbad entspannter wirken, freier lächeln, ruhiger sprechen. Das ist für mich der schönste Beweis, dass es wirkt.
Was erwartet unsere Gäste, wenn sie mit dir zum Waldbaden gehen?
Wir starten meist am Vormittag, wenn die Luft noch klar und kühl ist. Ich begleite die Gruppe mit kleinen Übungen, etwa bewusstes Atmen, barfuß gehen oder eine kurze Stille-Übung, bei der wir nur zuhören, was der Wald uns erzählt. Am Ende gibt es oft ein erfrischendes Zirbelkiefer-Wasser. Es ist jedes Mal ein bisschen anders, je nachdem, was der Wald an diesem Tag gerade zu bieten hat.
Waldbaden ist die japanische Praxis „Shinrin-Yoku" – bewusstes, langsames Erleben des Waldes mit allen Sinnen, ohne Sport- oder Wanderziel.
Rund zwei Stunden, meist am Vormittag, wenn die Luft noch klar und kühl ist.
Nein. Waldbaden ist kein Fitnessprogramm, sondern bewusste Entschleunigung – geeignet für jedes Alter und jede körperliche Verfassung.
Kleine Übungen wie bewusstes Atmen, Barfußgehen oder eine Stille-Übung, begleitet von Waldbade-Begleiterin Manuela – zum Abschluss gibt es oft ein Zirbelkiefer-Wasser.
Der dichte Wald wirkt wie eine natürliche Klimaanlage: Unter dem Blätterdach ist es selbst an heißen Tagen spürbar kühler und die Luft fühlt sich frischer an.
Waldbaden ist Teil unseres Besinnen-Beginnen-Programms und einer der Bausteine, die das Juffing zu einem idealen Ort für Ihre Coolcation im Thierseetal machen.

